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Vorrausgesetzt, man hätte gemeinsam Grund und Boden, wäre mein erster Schritt Kompost anzulegen, alles was anfällt in einen Humusprozess zu führen.  Biologisch-dynamische Präparate sind eine wesentliche Grundlage, das Einbeziehen und Wahrnehmen des lebendigen Umfelds ebenso.

Bäume, besonders Obst in vielen verschiedenen Varianten, wären das Nächste, dazu Gemüsegärten, Kräutervielfalt und Weiden im Schatten der Bäume.

Kleine Gärten, Kleingärten,Hausgärten, eine SoLawi bildet Verbindung zum Aussen, Samenbau, heilige Haine, Blumen, Park und Spielwiesen : Vielfalt, Menschen in der Natur !!

Rinder, Schafe und Ziegen sind eine wesentliche Grundlage für Fruchtbarkeit und Bodenentwicklung, Bauern gesucht !

Bei all dem stellt sich die Frage der Wirtschaftlichkeit meist von Anfang an. 

Für den Bedarf der Gemeinschaft und einen erweiterten Umkreis kann sinnvollerweise zur Landwirtschaftlich-gärtnerischen Urproduktion die Weiterverarbeitung in handwerklicher Größenordnung begonnen werden. Denkt man Besucher, Gäste, Praktikanten, ein Hof-Cafe dazu, werden mehrere bescheidene Einkommen daraus denkbar. 

In Bereichen, die sich anbieten oder uns naheliegen, ist eine verstärkte Spezialisierung zB Kräuteranbau denkbar.....ausbaubar:  Pesto´s, Äterische Öle, Tee´s.

Viele dieser Dinge haben durch ihren Bezug zum Gesamtzusammenhang Landschaft - Heilung eine besondere Qualität, die viel mehr als gutes Essen vermittelt.   

Eine ähnliche Qualität kann handwerklichem Tun auch zugrundeliegen und würde Wege in die Zukunft weisen.

 

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Vorraussetzung zur Zusammenarbeit mit der Natur ist die Fähigkeit, beizeiten zu erkennen, was das Lebendige will oder werden will. Statt des Planungs-prinzips ergibt sich ein diamentral anderes, das etwa mit den Worten:" Anregung - Eingehen auf die Reaktionen - Mitwirkung "   beschrieben werden könnte. Es wird dabei das Experiment zum  industriellen Arbeitsprinzip erhoben.  Folge ist die Begründung eines sozialen Verhältnisses zur Naturumwelt. Diese bekommt Rechtsfähigkeit zugebilligt, und sie erwiedert diese Wohltat durch sinnvolle Reaktionen und friedliches Verhalten.

Was man jetzt Naturgesetze nennt, ist in Wahrheit das friedliche Verhalten der Natur, das die Menschheit bisher umsonst genoss. In der Zukunft wird sie es sich verdienen müssen.                

J.W.Ernst

  

 

Gegen- und  Kulturimpulse

In einer zerstückelten Welt gibt der Krieg gegeneinander das Muster für jedes System jede Einrichtung einer Kultur vor, die auf Macht über Erde und Menschen gründet.

 

Die bestehende Krieger-kultur behandelt uns und auch die Erde als Feind. Um dem Krieg ein Ende zu setzen, müssen wir uns wieder der Erde, der Mutter, dem sich ständig erneuernden, fruchtbaren Prinzip des Lebens zuwenden. Dem Krieg ein Ende zu setzen bedeutet auch, den Krieg gegen die Erde zu beenden, zu lernen, uns auf tragfähige Weise zu ernähren, nicht mehr ihr pflanzliches und tierisches Leben als wegwerfbare Objekte zu behandeln, die es auszubeuten gilt, sondern sie zu verehren als Verkörperungen der Mächte, die uns ihre Lehren vermitteln, sowie der Nahrung unseres Lebens. Dem Krieg ein Ende zu setzen, ist ein Akt des Geistes, der sich im Körper erhebt und im Fleisch singt, ein erotischer Akt, ein Akt der Liebe.

Eine Kultur, die der Erde Wert beimisst, muss auch langfristig tragfähig sein, muss ihre Ressourcen für künftige Generationen erhalten. Ihre Landwirtschaft sollte den Boden verbessern und nicht abnutzen. Ihre Forstwirtschaft sollte den Baumbestand vermehren und nicht dezimieren. Ihre Wirtschaft kann sich nicht darauf gründen, den größtmöglichen kurzfristigen Profit herauszuschlagen, sondern kann ihren Lohn in der Ernte suchen, mit der wir Jahr für Jahr  Generation für Generation rechnen können.

 

Tragfähige Kultur muss sich in einem Ort verwurzeln. Die Gesellschaft die uns vorschwebt, wird vielfältig sein, an der Küste anders als im Gebirge. Die Farbenpracht der Blätter im Herbst oder die Rückkehr der Kraniche sind große Erlebnisse und Zeiten zum Feiern. Dies sind die Mysterien, die wir zelebrieren müssen.

Wenn wir es tun, falls wir uns in der Erde selbst verwurzeln, können wir damit beginnen, sie und uns gegenseitig zu heilen.

 Das Heilen unserer Beziehung zum Ort beginnt mit der Erhaltung der natürlichen Umgebung. Wir können uns nicht zur Erneuerung in die Wildnis begeben, wenn gar keine Wildnis mehr verhanden ist. Der Adler kann nicht unser Krafttier sein wenn er ausgestorben ist.

Die intime Kenntnis eines Ortes ist die einzige Grundlage für langfristig tragfähige Landwirtschaft. Der Boden ist eines der großen Geschenke, das wir verschwenden, wenn wir nicht wertschätzend damit umgehen.       

                                                                                                          Starhawk